coworking brain office germany

Ihr Gehirn in einem gemeinsam genutzten Raum: Was die Wissenschaft über Konzentration und Flexibilität sagt

Wie sich Coworking auf die Wahrnehmung, Kreativität und unsere Arbeitsweise auswirkt

Da Coworking für Freiberufler, Start-ups und hybride Teams in Deutschland und darüber hinaus zur neuen Normalität wird, taucht immer wieder eine Frage auf: Wie wirkt sich die Arbeit in einem gemeinsam genutzten Raum eigentlich auf Ihr Gehirn aus?

Ist es schwieriger, sich zu konzentrieren? Ist es besser für die Kreativität? Macht uns „Flexibilität“ wirklich produktiver?

Überraschenderweise deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass Coworking-Umgebungen sowohl eine hohe Konzentration als auch eine dynamische Zusammenarbeit fördern können – solange sie bewusst genutzt werden. Lassen Sie uns untersuchen, wie sich Ihr Gehirn in flexiblen Arbeitsbereichen verhält und wie Sie das Beste daraus machen können.

1. Offene Räume aktivieren Ihre Sinne – und Ihr soziales Gehirn

Die gute Nachricht: Coworking kann Energie und Verbindungen fördern

Im Gegensatz zu herkömmlichen Bürozellen oder einsamen Arbeitstagen zu Hause sind Coworking Spaces reich an Umweltreizen. Das Stimmengewirr, die Bewegung und die Umgebungsgeräusche können eine geringe Dopaminausschüttung auslösen, die Ihnen hilft, aufmerksam und sozial engagiert zu bleiben (Lieberman, 2013).

Kurz gesagt: Durch Coworking können Sie sich weniger allein, motivierter und geistig präsenter fühlen – vor allem, wenn Sie von externer Energie profitieren.

Damit Ihr Gehirn in dieser Umgebung gut funktioniert, ist die Wahl wichtig.

2. Lärm und Ablenkung sind real – aber beherrschbar

Kognitive Überlastung ist ohne Grenzen weit verbreitet

Studien zeigen, dass das Wechseln von Aufgaben, das durch Ablenkungen in der Umgebung (wie Hintergrundgeräusche oder visuelle Unordnung) verursacht wird, die Produktivität um bis zu 40 % senken kann (Mark et al., 2008). Coworking ist da keine Ausnahme – insbesondere in offenen Zonen ohne klare Signale für „Fokus vs. Soziales“.

Die Lösung ist nicht absolute Stille, sondern eine räumliche Zonierung und persönliche Kontrolle:

  • Verwenden Sie geräuschunterdrückende Kopfhörer oder Apps wie Brain.fm
  • Wechseln Sie für konzentriertes Arbeiten in ruhige Kabinen oder Telefonkabinen
  • Planen Sie Fokuszeiten ein (keine Besprechungen, keine Gespräche)

Die effektivsten Coworking Spaces in Deutschland – insbesondere in Berlin, München und Hamburg – integrieren jetzt akustische Zonen, schalldichte Kabinen und klare Arbeits-/Spielbereiche, damit Ihr Gehirn mühelos zwischen den Modi wechseln kann.

3. Bewegung und Abwechslung fördern die kognitive Flexibilität

Flexible Räume = flexibles Denken

Ihr Gehirn liebt Neues. Der Wechsel des physischen Standorts während des Arbeitstages (vom Schreibtisch in die Lounge, vom Besprechungsraum in die Café-Ecke) wurde mit einer verbesserten Gedächtnisleistung, Problemlösung und kreativem Denken in Verbindung gebracht (Oppezzo & Schwartz, 2014).

Coworking unterstützt diese Art von Flexibilität durch sein Design:

  • Stehpulte für energiegeladenes Arbeiten
  • Weichere Zonen für reflektierendes Denken
  • Ausweichbereiche für informelle Gespräche (die oft die besten Ideen hervorbringen)

Selbst das Gehen zwischen verschiedenen Arbeitsbereichen löst eine leichte aerobe Aktivität aus, die den Sauerstofffluss zum Gehirn erhöht und sowohl die Konzentration als auch die Stimmung verbessert.

4. Autonomie senkt den Stress – und steigert die intrinsische Motivation

Warum Flexibilität nicht nur ein Trend, sondern ein kognitiver Vorteil ist

Psychologische Untersuchungen zeigen immer wieder, dass Autonomie einer der wichtigsten Faktoren für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz ist (Deci & Ryan, 2000). Wenn Menschen die Wahl haben – wo sie sitzen, wie sie ihren Tag planen und wann sie interagieren – wechselt ihr Gehirn vom „Überlebensmodus“ in den „Wachstumsmodus“.

Coworking bietet dies durch:

  • Mehrere Umgebungen in einem
  • Keine strengen Sitzordnungen oder Zeitpläne
  • Freiheit, allein oder mit anderen zu arbeiten
  • Zugang zu sozialer Energie ohne Verpflichtung

Kurz gesagt: Coworking fördert sowohl die Produktivität als auch das psychische Wohlbefinden, wenn es bewusst gestaltet wird.

Abschließende Gedanken: Ihr Gehirn ist auf Flexibilität ausgelegt

Wir sind nicht darauf ausgelegt, jahrelang jeden Tag am selben Schreibtisch zu sitzen.

Wir sind für Bewegung, Abwechslung und gelegentliche Kontakte geschaffen – und genau das bieten Coworking Spaces.

Ob Sie ein introvertierter Mensch sind, der sich auf eine Sache konzentriert, oder ein extrovertierter Mensch, der ständig neue Ideen hat – in den besten Coworking Spaces kann Ihr Gehirn seinen Rhythmus finden und sich entfalten.

Workaround hilft Ihnen, einen arbeitsfreundlichen Arbeitsplatz zu finden

Bei Workaround helfen wir Einzelpersonen und Teams in ganz Deutschland, flexible Büros zu finden, die ihre Arbeits- und Denkweise unterstützen. Ob Sie eine ruhige Kabine in Berlin oder ein kreatives Zentrum in Hamburg benötigen, wir machen es Ihnen leicht, einen Raum zu vergleichen, zu buchen und sich dort einzuleben, wo sich Ihr Gehirn zu Hause fühlt.

Madeleine Eriksson